Ernährungssicherheit24. September 2017

Ziel: In der Schweiz soll die Bevölkerung auch in Zukunft jederzeit genug hochwertige und bezahlbare Lebensmittel zur Verfügung haben.

Ernährungssicherheit - Abstimmungen vom 24. September 2017

Ausgangslage

Im Jahr 2014 wurde die Initiative «Für Ernährungssicherheit» eingereicht. Diese hatte zum Ziel, dass die Ernährungssicherheit in der Schweiz auch in Zukunft besteht. Ernährungssicherheit bedeutet, dass die Bevölkerung jederzeit genug hochwertige und bezahlbare Lebensmittel zur Verfügung hat.

Bundesrat und Parlament unterstützten grundsätzlich das Anliegen der Initiative. Einige Punkte waren für sie aber unklar oder sie waren damit nicht einverstanden. Deshalb arbeiteten sie einen Gegenvorschlag aus. Mit diesem soll ebenfalls die Ernährungssicherheit auch in Zukunft garantiert sein.

Was würde sich ändern?

Wird der Gegenvorschlag angenommen, werden folgende fünf Punkte in der Verfassung festgehalten:

1. Die Produktionsgrundlagen sollen geschützt werden: Zum Beispiel landwirtschaftlich genutzter Boden oder das Wissen, wie man diesen Boden bebaut und pflegt.

2. Für die Produktion von Lebensmitteln braucht es Ressourcen wie Wasser oder Nährstoffe. Diese Ressourcen sollen effizient genutzt werden.

3. Das Angebot an Lebensmitteln soll sich vor allem nach den Bedürfnissen der KonsumentInnen richten. Das Angebot an Lebensmitteln soll also weniger vom Staat und mehr vom Markt gesteuert werden.

4. Die Schweiz ist auf Güter aus dem Ausland angewiesen (z.B. Lebensmittel, Dünger oder Maschinen). Gute Handelsbeziehungen zum Ausland sind darum wichtig.

5. In der Schweiz landet etwa ein Drittel der Lebensmittel im Abfall. Indem zum Beispiel die Bevölkerung mehr auf das Problem aufmerksam gemacht wird, können diese Abfälle reduziert werden.

Argumente der BefürworterInnen

  • Ernährungssicherheit ist wichtig für die Bevölkerung. Die Vorlage hilft, dass diese auch in Zukunft besteht.
  • Es ist wichtig, dass die Versorgung mit Lebensmitteln aus dem In- und Ausland sichergestellt ist. Dies wird in der Verfassung so festgehalten.

Argumente der GegnerInnen

  • Was der Gegenvorschlag fordert, wird bereits heute so umgesetzt. Es ist nicht nötig diese Punkte in die Verfassung aufzunehmen.
  • Der Gegenvorschlag führt nur die aktuelle Landwirtschaftspolitik weiter. Es braucht aber eine grundlegende Neuausrichtung.

Resultat

ANGENOMMEN

78.7% Ja
21.3% Nein

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