Bundessteuer für Ehepaare29. November 2026

Ziel: Ehepaare sollen für die direkte Bundessteuer gemeinsam besteuert werden, ohne gegenüber anderen Steuerpflichtigen benachteiligt zu werden.

Ausgangslage

Ehepaare werden heute gemeinsam besteuert. Einkommen und Vermögen beider Personen werden für die Berechnung der Steuern zusammengezählt. Bei unverheirateten Paaren werden die Personen einzeln besteuert. Ehepaare zahlen deshalb oft höhere Steuern (Heiratsstrafe) oder tiefere Steuern (Heiratsbonus) als unverheiratete Paare.

Die Stimmbevölkerung hat das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung im März 2026 angenommen. Dieses tritt 2032 in Kraft und schafft die Heiratsstrafe und den Heiratsbonus ab. Jede Person wird ab dann einzeln besteuert, egal ob verheiratet oder nicht.

Es wurde eine Volksinitiative eingereicht, die verlangt, dass Ehepaare für die direkte Bundessteuer weiterhin gemeinsam besteuert werden, ohne gegenüber anderen Steuerpflichtigen benachteiligt zu werden. Deshalb stimmen wir nun darüber ab.

Was würde sich ändern?

Falls die Initiative angenommen wird, werden Ehepaare für die direkte Bundessteuer weiterhin gemeinsam besteuert, ohne gegenüber anderen Steuerpflichtigen benachteiligt zu werden. Die Verfassung wird ergänzt. Das Parlament muss die Umsetzung in einem Gesetz regeln. Dafür kommen verschiedene Steuermodelle infrage. Gibt es bis 2030 kein Gesetz, gilt eine Übergangsregelung. In diesem Fall wird die direkte Bundessteuer eines Ehepaars gemeinsam und einzeln berechnet. Das Ehepaar bezahlt dann den tieferen Steuerbetrag.

Die finanziellen Auswirkungen der Initiative für Bund und Kantone hängen von der Umsetzung durch das Parlament ab. Der Bund nimmt schätzungsweise zwischen 680 Millionen und 3 Milliarden Franken weniger ein.

Die Initiative betrifft die Steuern auf Kantons- und Gemeindeebene nicht.

Argumente der Befürworter/-innen

  • Die Initiative ist modern. Sie lässt Ehepaaren die Freiheit, ihr Leben so zu gestalten, wie sie wollen. Dabei werden alle Lebensmodelle respektiert.
  • Die Heiratsstrafe wird abgeschafft, ohne neue Ungleichheiten zu schaffen. Ehepaare werden gegenüber anderen nicht benachteiligt.
  • Ehepaare füllen weiterhin nur eine Steuererklärung aus. Das ist einfach und unkompliziert.

Argumente der Gegner/-innen

  • Die Heiratsstrafe wird schon durch die Individualbesteuerung abgeschafft. Diese schafft gleichzeitig auch den Heiratsbonus ab und ist ausgewogen.
  • Die Initiative führt dazu, dass unverheiratete Paare oft mehr Steuern zahlen als Ehepaare. Ehepaare werden so bevorzugt.
  • Die Initiative sorgt für Unsicherheiten und mehr Aufwand, weil sie nur die direkte Bundessteuer betrifft.

Weitere Informationen zu Steuern findest du hier. 

 

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