Energiestrategie 2050

21.05.2017  –  Energiegesetz (EnG)

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Ziel

In der gesamten Schweiz sollen weniger Energie verbraucht, erneuerbare Energienerneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
gefördert und der Bau von Kernkraftwerken verboten werden.

Ausgangslage

Die Art, wie Energie produziert und verbraucht wird, ändert sich momentan weltweit (z.B. neue Technologien). Um auf diese Veränderungen zu reagieren, will der Bund die Energiepolitik der Schweiz anpassen. Der Bund hat darum die Energiestrategie 2050 ausgearbeitet. Die Energiestrategie 2050 soll in mehreren Schritten umgesetzt werden. Das ParlamentParlament
Ein Parlament ist die gesetzgebende Gewalt (Legislative) in einem politischen System. Sie macht also die Gesetze. In der Schweiz besteht das Parlament aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Ständerat. Man spricht in der Schweiz von einem Milizparlament, weil ParlamentarierInnen grundsätzlich noch einen anderen Beruf haben.  
hat einem ersten Schritt zur Umsetzung zugestimmt. Dagegen wurde das ReferendumReferendum
Ein fakultatives Referendum kann gegen jedes Bundesgesetz, gewisse Staatsverträge und gewisse Bundesbeschlüsse ergriffen werden. Damit ein Referendum zustande kommt, müssen innerhalb von 100 Tagen nach der Veröffentlichung 50 000 Unterschriften gesammelt werden. Wurden die Unterschriften gesammelt, so kommt es zu einer Volksabstimmung. Bei einem fakultativen Referendum braucht es nur ein einfaches Mehr, es muss also nur das Volk zustimmen.    
ergriffen. Deshalb stimmen wir nun darüber ab.

Was würde sich ändern?

Den ersten Schritt zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 kann man in drei Bereiche aufteilen. 

1. Energieverbrauch senken

Um den Energieverbrauch zu senken, gibt es verschiedene Massnahmen. Unter anderem werden Hauseigentümer auch nach 2019 finanziell unterstützt, wenn sie ihre Gebäude so sanieren, dass sie weniger Energie verbrauchen. Dies ist beispielsweise durch eine bessere Isolierung möglich. Weiter gibt es zusätzliche Vorschriften für neue Fahrzeuge und Elektrogeräte. Diese sollen in Zukunft weniger Energie verbrauchen. 

2. Erneuerbare EnergienErneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
stärker fördern

Erneuerbare EnergienErneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
werden aus Ressourcen erzeugt, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z.B. Wind) oder schnell wieder nachwachsen können (z.B. Holz). Nicht erneuerbare EnergienNicht erneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
werden dagegen aus Ressourcen erzeugt, die irgendwann aufgebraucht sind (z.B. Erdöl oder Uran). In Zukunft sollen durch finanzielle Anreize mehr erneuerbare Energienerneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
produziert werden. 

3. Keine neuen Kernkraftwerke
In der Schweiz gibt es heute fünf Kernkraftwerke. Diese Kernkraftwerke sollen noch so lange in Betrieb sein, wie sie sicher sind. Jedoch dürfen keine neuen Kernkraftwerke mehr gebaut werden. 

Um den ersten Schritt zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 zu finanzieren, wird unter anderem der NetzzuschlagNetzzuschlag
Wie viel Strom man braucht, kann man in Kilowattstunden (Kwh) messen (ähnlich wie man z.B. mit Kilo die Menge von Äpfel messen kann). Für jede Kilowattstunde Strom die man verbraucht, bezahlt man einen bestimmten Preis. In diesem Preis pro Kilowattstunde ist auch der sogenannte Netzzuschlag enthalten. Mit den Einnahmen aus dem Netzzuschlag bezahlt der Bund unter anderem die Förderung von erneuerbaren Energien. Heute bezahlt man 1.5 Rappen Netzzuschlag pro Kilowattstunde.
erhöht. Den NetzzuschlagNetzzuschlag
Wie viel Strom man braucht, kann man in Kilowattstunden (Kwh) messen (ähnlich wie man z.B. mit Kilo die Menge von Äpfel messen kann). Für jede Kilowattstunde Strom die man verbraucht, bezahlt man einen bestimmten Preis. In diesem Preis pro Kilowattstunde ist auch der sogenannte Netzzuschlag enthalten. Mit den Einnahmen aus dem Netzzuschlag bezahlt der Bund unter anderem die Förderung von erneuerbaren Energien. Heute bezahlt man 1.5 Rappen Netzzuschlag pro Kilowattstunde.
bezahlt man, wenn man Strom konsumiert. Heute beträgt der NetzzuschlagNetzzuschlag
Wie viel Strom man braucht, kann man in Kilowattstunden (Kwh) messen (ähnlich wie man z.B. mit Kilo die Menge von Äpfel messen kann). Für jede Kilowattstunde Strom die man verbraucht, bezahlt man einen bestimmten Preis. In diesem Preis pro Kilowattstunde ist auch der sogenannte Netzzuschlag enthalten. Mit den Einnahmen aus dem Netzzuschlag bezahlt der Bund unter anderem die Förderung von erneuerbaren Energien. Heute bezahlt man 1.5 Rappen Netzzuschlag pro Kilowattstunde.
1.5 Rappen pro Kilowattstunde (Einheit um den Verbrauch von Strom zu messen). Neu beträgt er 2.3 Rappen pro Kilowattstunde. Mit dieser Erhöhung des Netzzuschlages werden ungefähr 480 Millionen Franken mehr pro Jahr eingenommen.  Die einzelnen Massnahmen findest du ausführlich hier.

Argumente der BefürworterInnen

  • Erneuerbare EnergienErneuerbare Energien
    Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
    stärken die Schweiz. Das Klima wird geschont und die Schweiz ist weniger von Ressourcen aus dem Ausland abhängig.
  • Dank der Massnahmen gibt es zusätzliche Arbeitsplätze. So schafft z.B. die Sanierung von Gebäuden Arbeitsplätze.
  • Durch die Erhöhung des Netzzuschlags bezahlt ein Haushalt mit vier Personen ungefähr 40 Franken mehr pro Jahr. Das ist verkraftbar.

Argumente der GegnerInnen

  • Die Vorlage macht Energie unbezahlbar. Durch alle zusätzlichen Steuern und Kosten zahlt ein Haushalt mit vier Personen pro Jahr 3200 Franken mehr.
  • Mit neuen Verboten und mehr Bürokratie zwingt der Bund uns weniger Energie zu verbrauchen.
  • Wegen der höheren Steuern und Kosten müssen KonsumentInnen bei anderen Dingen sparen. Das schadet der Wirtschaft und gefährdet Arbeitsplätze.

Infoboxen

Formen von Energie
In unserem Alltag nutzen wir Energie in ganz unterschiedlichen Formen. Wir brauchen beispielsweise Strom, um unser Handy aufzuladen, Benzin, um mit dem Auto zu fahren oder Erdöl um unsere Wohnung zu heizen.

CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre.
CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 

Fährt man Auto, so stösst es CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre.
CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
aus. CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre.
CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
ist ein Treibhausgas, das für den Klimawandel mitverantwortlich ist. Heute dürfen die neuen Autos, die in der Schweiz verkauft werden, durchschnittlich höchstens 130 Gramm CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre.
CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
pro gefahrenen Kilometer ausstossen. Der Durchschnitt wird über alle neuen Autos eines Auto-Importeurs berechnet (die sogenannte Neuwagenflotte). Mit der Energiestrategie 2050 wird dieser Wert gesenkt. Neue Autos, die in der Schweiz verkauft werden, dürfen neu durchschnittlich höchstens 95 Gramm CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre.
CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
pro gefahrenen Kilometer ausstossen. Zudem gibt es neu auch Regelungen für Lieferwagen und kleine Lastwagen: Sie dürfen im Durchschnitt höchstens 147 Gramm CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre.
CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
pro gefahrenen Kilometer ausstossen.

Parlaments- und Regierungsmeinung

  • NationalratNationalrat
    Der Nationalrat ist neben dem Ständerat eine der zwei Kammern des Schweizer Parlaments (Legislative) und wird auch grosse Kammer genannt. Der Nationalrat hat 200 Mitglieder und vertritt das Volk. Je mehr Einwohner ein Kanton hat, desto mehr Sitze hat er auch im Nationalrat. Jeder Kanton hat aber mindestens einen Sitz. So hat der Kanton Zürich 35 Sitze, die Kantone Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden je nur einen Sitz. Die Mitglieder des Nationalrats werden NationalrätInnen genannt und werden alle vier Jahre vom Volk gewählt. Der Nationalrat hat die gleichen Rechte und Pflichten wie der Ständerat.
    : Dafür (120 Ja, 72 Nein, 6 Enthaltungen) 
  • StänderatStänderat
    Der Ständerat ist neben dem Nationalrat eine der zwei Kammern des Schweizer Parlaments (Legislative) und wird auch kleine Kammer genannt. Der Ständerat hat 46 Sitze und vertritt die Kantone. Jeder Kanton hat je zwei Sitze und die sechs Halbkantone je einen Sitz. Die Mitglieder des Ständerats werden StänderätInnen genannt und werden alle vier Jahre gewählt. Durch den Ständerat kann jeder Kanton seine Interessen im Parlament vertreten. Der Ständerat und der Nationalrat haben die gleichen Rechte und Pflichten.
    : Dafür (35 Ja, 6 Nein, 3 Enthaltungen) 
  • BundesratBundesrat
    Der Bundesrat ist die Regierung(Exekutive)  der Schweiz. Der Bundesrat hat sieben Mitglieder (BundesrätInnen) und wird alle vier Jahre von der vereinigten Bundesversammlung gewählt. JedeR BundesrätIn ist für die Leitung eines Departements zuständig. Der/die BundespräsidentIn wechselt jedes Jahr und wird jeweils für ein Jahr gewählt. Im Jahr 2018 ist Alain Berset Bundespräsident. Er bleibt gleichzeitig Vorsteher seines Departements.
    : Dafür

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