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Die Schweiz ist ein Bundesstaat, der aus 26 Kantonen besteht. Die Kantone haben eine eigene Regierung, eigene Parlamente und eigene Gerichte. Die Kantone sind in vielen Bereichen selbstständig und haben auch auf die Bundespolitik Einfluss. So gibt es z.B. das Ständemehr, den Ständerat oder die Standesinitiative.

Da die Schweiz ein föderalistischer Staat ist, gibt es nicht nur ein Parlament auf Bundesebene, sondern auch in jedem Kanton. In einigen Kantonen heisst das Kantonsparlament auch Grosser Rat, Kantonsrat oder Landrat.

Das Kantonsparlament ist die Legislative. Die legislative ist die gesetzgebende Gewalt. Sie macht Gesetze und kontrolliert die Regierung.

Da die Schweiz ein föderalistischer Staat ist, gibt es nicht nur eine Landesregierung, sondern auch in jedem Kanton eine Regierung. Die Kantonsregierung ist die Exekutive. Die Kantonsregierung muss die Gesetze ausführen und umsetzen, welche die Legislative beschlossen hat.

Bei der Kantonsregierung ist das oberste Organ der Regierungsrat (manchmal auch Staatsrat genannt). Zur Kantonsregierung zählt auch die Verwaltung.

Die Verfassung ist die rechtliche Grundlage eines Staates. Sie ist das oberste Gesetz und regelt gewisse Grundprinzipien (z.B. Grundrechte der BürgerInnen oder die Aufgabenverteilung zwischen den Behörden). In der Schweiz haben sowohl der Bund (Bundesverfassung), die Kantone (Kantonsverfassung) als auch die Gemeinden (Gemeindeordnung) eine eigene Verfassung. Jeder Kanton kann seine Kantonsverfassung selber schreiben. Sie muss jedoch demokratisch sein und darf nicht Bundesrecht widersprechen.

Die Kantonsverfassung enthält die obersten Rechtsnormen eines Kantons. Die kantonalen Gesetze müssen sich nach der Kantonsverfassung richten.

Die Kantonsverwaltung unterstützt die Regierung (den Regierungsrat), damit dieser ihre Aufgaben erfüllen kann. Die Kantonsverwaltung bereitet Gesetze und Vorschriften vor. Zudem ist sie zuständig für die Anwendung und Umsetzung der Gesetze und Vorschriften. Die Kantonsverwaltung ist in die verschiedenen Departemente aufgeteilt. Der Regierungsrat leitet die Kantonsverwaltung.

Beim Kollegialitätsprinzip wird die Meinung der Mehrheit einer Gruppe von der gesamten Gruppe vertreten. Mit dem Kollegialitätsprinzip wird in der Schweiz häufig die Funktionsweise des Bundesrats beschrieben. Alle Bundesräte vertreten gegen aussen die Meinung der Mehrheit des Bundesrates, auch wenn sie persönlich anderer Meinung sind.

Ständige Kommissionen bestehen aus ParlamentarierInnen. In den Kommissionen sind Mitglieder von unterschiedlichen Parteien dabei. Die Kommissionen haben die Aufgabe, Geschäfte (z.B. ein Entwurf für ein neues Gesetz) zu diskutieren, bevor sie im Parlament diskutiert werden. Jede Ständige Kommission ist für ein Themengebiet zuständig. So gibt es z.B. eine Aussenpolitische Kommission. Der Ständerat und der Nationalrat haben für jedes Themengebiet je eine eigene Kommission.

Die Konjunktur misst, wie es der Wirtschaft in einem Land geht. Geben die Menschen viel Geld für Waren und Investitionen (z.B. bauen sie Häuser, kaufen sie viel ein) aus, so spricht man von einem Boom. Die Unternehmen machen dann Gewinne, stellen viele Leute ein und bauen ihre Produktion aufgrund des grossen Bedarfs aus. Es entstehen neue Unternehmen und der Staat erhält dadurch viel Geld aus den Steuern. Die Wirtschaft wächst dabei und wird grösser.

Der umgekehrte Fall ist eine Rezession.

Die Schweiz gilt als Konkordanzdemokratie. Unter Konkordanz versteht man, dass alle Parteien in das politische System eingebunden sind. So können alle Parteien bei Gesetzen mitentscheiden oder Posten in der Verwaltung besetzen.

Das Gegenteil von Konkordanz ist die Konkurrenz. Bei der Konkurrenzdemokratie entscheiden die Parteien, welche die Mehrheit im Parlament haben.

Konkordate sind Verträge zwischen Kantonen. Diese können zwischen zwei oder mehreren Kantonen geschlossen werden. Durch ein Konkordat werden gewisse kantonale Regelungen vereinheitlicht, ohne dass ein nationales Gesetz benötigt wird.

Ein Kontingent ist eine festgelegte Menge oder Anzahl von etwas. In der Politik werden Kontingente zum Beispiel im Import und Export gebraucht. Dabei bedeuten Kontingente, dass nur eine bestimmte Anzahl von beispielsweise einem Lebensmittel importiert werden darf. Auch werden Kontigente in der Migration diskutiert. Dabei bedeuten Kontingente, dass nur eine bestimmte Anzahl AusländerInnen in die Schweiz kommen dürfte. Es gibt zum Beispiel Kontingente für die Einwanderung von Personen aus Drittstaaten.

Krankenkassen bieten die Krankenversicherung an. Man bezahlt jeden Monat einen gewissen Betrag an die Krankenkasse (Prämie). Dafür bezahlt sie, wenn man z.B. krank ist oder einen Unfall hat, einen Teil der Kosten. In der Schweiz ist die Krankenversicherung obligatorisch. Man muss sich also bei einer Krankenkasse versichern.

Zur Grundversicherung gehören alle Leistungen, die jede Krankenkasse anbieten muss. Sie muss diese Leistung also versichern. Welche Leistungen dazugehören, ist im Gesetz festgeschrieben. Krankenkassen können aber auch zusätzliche Leistungen versichern. Also Leistungen, die nicht im Gesetz stehen. Das sind die sogenannten Zusatzversicherungen. Dies können z.B. spezielle Formen von Behandlungen sein.

In der Schweiz ist die Grundversicherung obligatorisch. JedeR muss also eine Grundversicherung haben. Zusatzversicherungen sind freiwillig.

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