easyvote-Lexikon

Familien mit Kinder erhalten sogenannte Familienzulagen. Familien erhalten für jedes Kind bis 16 Jahren 200 Franken pro Monat (Kinderzulagen). Für jedes Kind zwischen 16 und 25 Jahren, das noch in der Ausbildung ist (Lehre, Gymnasium, Universität etc.), erhalten Familien 250 Franken pro Monat (Ausbildungszulagen). Die Familienzulagen werden von den Kantonen bezahlt. Sie können auch höhere Familienzulagen auszahlen, jedoch nicht weniger.

Die Kantone in der Schweiz haben unterschiedliche Voraussetzungen. Einerseits ist ihre Bevölkerungsstruktur unterschiedlich. So sind die Steuereinnahmen einzelner Kantone viel höher als anderer Kantone. Anderseits haben sie auch unterschiedliche Voraussetzungen: Zum Beispiel ist das Bauen von Strassen im bergigen Kanton Bern teurer als im flacheren Kanton Zürich.

Damit die finanziellen Unterschiede zwischen den Kantonen weniger gross sind und alle genügen Geld haben, gibt es den nationalen Finanzausgleich. Reichere Kantone und der Bund bezahlen Geld in einen Topf. Geld aus diesem Topf erhalten weniger reiche Kantone und Kantone mit schwierigen Voraussetzungen. Es gibt auch oft einen Finanzausgleich innerhalb der Kantone. Dabei werden finanzielle Unterschiede zwischen den Gemeinden ausgeglichen.

Ein Flüchtling ist eine Person, die in ihrem Heimatstaat wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Meinung körperlich oder psychisch verletzt werden könnte.

Ein Flüchtling, dem sein Asylgesuch angenommen wird und in der Schweiz Asyl gewährt wird, erhält eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B). Wird das Asylgesuch abgelehnt, aber die Person kann trotzdem nicht weggewiesen werden, wird sie vorläufig aufgenommen (Ausweis F).

Eine Fraktion ist eine Gruppe von ParlamentarierInnen mit mindestens fünf Mitgliedern, die ähnliche Ansichten haben. Die Fraktionsmitglieder müssen nicht in der gleichen Partei sein, meistens haben Parteien aber eigene Fraktionen. In Fraktionen werden Themen diskutiert, bevor sie im Parlament besprochen werden, und es werden Empfehlungen für die Abstimmungen gegeben. 

Länder handeln weltweit miteinander. So kaufen z.B. US-AmerikanerInnen Autos aus Deutschland, SchweizerInnen Handys aus Südkorea oder InderInnen Schokolade aus der Schweiz. Freihandel bedeutet, dass es dabei möglichst wenige Hindernisse geben soll. Dafür werden beispielsweise Zölle oder andere Handelsvorschriften abgeschafft. Es soll also ein möglichst freier Handel möglich sein. Länder schliessen dafür sogenannte Freihandelsabkommen miteinander ab. Freihandelsabkommen sind Verträge zwischen Staaten, in denen sie den freien Handel miteinander regeln. Gegenteil des Freihandels ist Protektionismus.

Föderalismus bedeutet, dass die Aufgaben zwischen dem Bund (Bundesebene) und den Kantonen (Kantonsebene) aufgeteilt sind. Die Kantone sind in vielen Bereichen selbstständig. Der Bund kann nur in jenen Bereichen Entscheidungen treffen, die in der Verfassung dem Bund übertragen sind. In vielen Bereichen teilen sich der Bund und die Kantone Aufgaben.

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