EinwanderungWer darf in die Schweiz kommen?

Personen aus EU-/EFTA-Staaten (Personenfreizügigkeit)

Die Personenfreizügigkeit ist ein Vertrag, den die Schweiz mit der Europäischen Union (EU) abgeschlossen hat. Sie gilt für alle BürgerInnen aus EU- und EFTA-Staaten (EFTA: Europäische Freihandelsassoziation; Mitglieder: Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz). Die Personenfreizügigkeit ermöglicht es EU- und EFTA-BürgerInnen unter bestimmten Voraussetzungen, den Arbeits- und Wohnort innerhalb der EU- und EFTA-Staaten frei zu wählen. Wollen EU- und EFTA-BürgerInnen zum Beispiel in der Schweiz wohnen, so müssen sie einen Arbeitsvertrag in der Schweiz haben, selbständig erwerbend sein oder vorweisen können, dass sie genügend finanzielle Mittel für das Leben in der Schweiz haben. Zudem darf auch die eigene Familie in der Schweiz wohnen. Dieser sogenannte Familiennachzug ist für die Ehepartner, die Kinder und, unter gewissen Umständen, auch für die Eltern möglich. Umgekehrt gilt für SchweizerInnen dasselbe in den anderen EU- oder EFTA-Mitgliedsstaaten. Erfüllen sie eine der drei Voraussetzungen, so dürfen sie mit ihrer Familie in einem anderen EU- oder EFTA-Land wohnen.

Personen aus anderen Staaten (Drittstaaten)

Länder, die nicht EU- oder EFTA-Mitglied sind, werden in der Schweiz Drittstaaten genannt. Für Personen aus Drittstaaten gelten für die Einwanderung in die Schweiz andere Regeln als für Personen aus EU- und EFTA-Mitgliedsstaaten. Die Bedingungen, um in der Schweiz arbeiten und wohnen zu können, sind für Personen aus Drittstaaten strenger. Es dürfen nur qualifizierte ArbeitnehmerInnen aus Drittstaaten in der Schweiz arbeiten. Das bedeutet, dass sie eine gute Ausbildung oder langjährige Berufserfahrung haben müssen. Zudem dürfen Personen aus Drittstaaten erst dann eingestellt werden, wenn für die Stelle keine Person gefunden wurde, die bereits in der Schweiz lebt oder aus einem EU-/EFTA-Staat kommt. Zusätzlich gibt es jährliche Höchstzahlen (Kontingente). In einem Jahr darf also nur eine bestimmte Anzahl Personen aus Drittstaaten in die Schweiz einwandern.

Asylsuchende

Asylsuchende sind Personen, die in ein anderes Land flüchten. Flüchten sie in die Schweiz, so können sie in der Schweiz ein Asylgesuch stellen. In der Schweiz wird ein Asylgesuch bewilligt, wenn die asylsuchende Person in ihrem Heimatland z. B. aufgrund der Nationalität, Religion oder politischen Meinung verfolgt wird. Wird das Asylgesuch bewilligt, so erhält die asylsuchende Person eine Aufenthaltsbewilligung und darf in der Schweiz bleiben. Wird das Asylgesuch abgelehnt, so muss die asylsuchende Person die Schweiz grundsätzlich verlassen. Ist die Rückreise in das Heimatland aber nicht möglich (z. B. wegen eines Krieges), so darf die asylsuchende Person vorläufig in der Schweiz bleiben. Diese Personen werden vorläufig aufgenommene AusländerInnen genannt. Sobald die Rückreise in ihr Heimatland wieder möglich ist, müssen vorläufig aufgenommene AusländerInnen die Schweiz wieder verlassen.

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