EinbürgerungWie man Schweizer BürgerIn wird

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Per 01.01. wurden verschiedene gesetzliche Bestimmungen angepasst. Die aktuell geltenden Regeln finden Sie hier. easyvote wird die hier aufgeführten Information in Kürze dementsprechend anpassen.
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Eine Person kann in der Schweiz leben ohne Schweizer BürgerIn zu sein. Will diese Person SchweizerIn werden, muss sie ein Gesuch stellen. Damit sie eingebürgert wird, muss die Person festgelegte Kriterien erfüllen. Wird sie eingebürgert, bekommt sie den Schweizer Pass und darf z.B. abstimmen und wählen.

In der Schweiz gibt es zwei Arten von Einbürgerungen: die ordentliche Einbürgerung und die erleichterte Einbürgerung. In den meisten Fällen findet eine ordentliche Einbürgerung statt. Die ordentliche Einbürgerung dauert häufig mehrere Jahre. Eine erleichterte Einbürgerung ist nur in bestimmten Fällen möglich. So kann zum Beispiel eine ausländische Person mit Schweizer EhepartnerIn erleichtert eingebürgert werden. Die erleichterte Einbürgerung dauert weniger lange.

Voraussetzungen für eine ordentliche Einbürgerung

Für die ordentliche Einbürgerung sind die Kantone zuständig. Der Bund hat jedoch Bedingungen festgelegt, an welche sich die Kantone halten müssen. Dies sind:

  • Die Person, die eingebürgert werden will, muss insgesamt mindestens zwölf Jahre in der Schweiz gelebt haben. Von diesen zwölf Jahren müssen mindestens drei Jahre innerhalb der letzten fünf Jahre liegen. Die Jahre zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr werden doppelt gezählt. Lebt eine Person also vom 10. bis zum 13. Lebensjahr in der Schweiz, so zählt diese Zeit als 6 Jahre.
  • Die Person, die eingebürgert werden will, muss gut integriert sein und sich an die Schweizer Rechtsordnung halten ( siehe weiter unten).

Die Kantone können weitere Bedingungen festlegen. Diese Bedingungen dürfen jedoch nicht den Bedingungen des Bundes widersprechen.

Voraussetzungen für eine erleichterte Einbürgerung

Für die erleichterte Einbürgerung ist der Bund zuständig. Die Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Grund, warum eine erleichterte Einbürgerung möglich ist. Eine ausländische Person mit Schweizer EhepartnerIn muss beispielsweise eine bestimmte Zeit verheiratet sein. In jedem Fall muss die Person, die eingebürgert werden will, gut integriert sein und sich an die Schweizer Rechtsordnung halten (siehe Box unten).

Anforderungen an die Intergration

Was Integration heisst, ist im Gesetz nicht vollständig festgehalten. Unter anderem gelten jedoch folgende punkte in der Praxis:

  • Die Person, die eingebürgert werden will, muss die Werte der Bundesverfassung respektieren. Das sind z.B. die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder die Religionsfreiheit.
  • Die Person, die eingebürgert werden will, muss sich an die Rechtsordnung und somit an die Gesetze in der Schweiz halten. Hat eine Person eine Vorstrafe, kann sie zwar trotzdem eingebürgert werden. Eine Vorstrafe kann jedoch ein Nachteil sein.
  • Gewisse Kantone verlangen, dass die Person, die eingebürgert werden will, nicht Sozialhilfe bezieht.
  • Sprachkenntnisse: Bei der erleichterten Einbürgerung sollte sich die Person, die eingebürgert werden will, in einer Landessprache der Schweiz verständigen können. Bei der ordentlichen Einbürgerung können die Kantone eigene Kriterien aufstellen. So gibt es z.B. Kantone, die einen Sprachtest verlangen.
  • Zudem soll die Person, die eingebürgert werden will, Kontakte zur Schweizer Bevölkerung haben, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen sowie beruflich integriert sein.

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