Aufenthaltsrechtein der Schweiz

Ist man nicht Schweizer BürgerIn und will in der Schweiz wohnen und/oder arbeiten, so braucht man dafür eine Bewilligung. Eine solche Bewilligung heisst Aufenthaltsrecht. Man hat also das Recht, sich in der Schweiz aufzuhalten. Ein Aufenthaltsrecht ist jeweils eine bestimmte Zeit gültig.

Die Schweiz hat mit der EU die Personenfreizügigkeit (mehr zur Personenfreizügigkeit erfährst du hier). Darum gelten für BürgerInnen aus EU- und EFTA Staaten andere Regeln als für BürgerInnen aus anderen Staaten (Drittstaaten).

Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L)

EU/EFTA-BürgerInnen: Eine Kurzaufenthaltsbewilligung bekommt man, wenn man in der Schweiz eine Arbeitsstelle hat, die auf weniger als ein Jahr befristet ist. Sie ist ein Jahr lang gültig. Eine Kurzaufenthaltsbewilligung bekommt man auch ohne Arbeitsstelle in der Schweiz (z.B. für die Stellensuche). Man hat dann jedoch keinen Anspruch auf Sozialversicherungen (z.B. Arbeitslosengeld).

Drittstaaten: Eine Kurzaufenthaltsbewilligung bekommt man, wenn man in der Schweiz eine Arbeitsstelle hat, die auf weniger als ein Jahr befristet ist. Sie ist höchstens ein Jahr lang gültig. Eine Kurzaufenthaltsbewilligung bekommt man nur dann, wenn man die Einwanderungs-Bedingungen für BürgerInnen aus Drittstaaten erfüllt (die Bedingungen findest du hier). 

Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B)

EU/EFTA-BürgerInnen: Eine Aufenthaltsbewilligung bekommt man, wenn man in der Schweiz eine unbefristete Arbeitsstelle hat oder eine Arbeitsstelle, die auf mehr als ein Jahr befristet ist. Die Aufenthaltsbewilligung ist fünf Jahre lang gültig und kann verlängert werden.Hat man in der Schweiz keine Arbeit, so bekommt man den Ausweis B auch dann, wenn man nachweisen kann, dass man genügend Geld zum leben hat.

Drittstaaten: Eine Aufenthaltsbewilligung bekommt man dann, wenn man die Einwanderungs-Bedingungen für BürgerInnen aus Drittstaaten erfüllt (die Bedingungen findest du hier). Sie ist ein Jahr lang gültig. Gibt es keinen Grund gegen eine Verlängerung (z.B. Straftat), so wird die Aufenthaltsbewilligung jeweils nach einem Jahr um ein weiteres Jahr verlängert.

Niederlassungsbewilligung (Ausweis C)

EU/EFTA-BürgerInnen: Eine Niederlassungsbewilligung bekommt man dann, wenn man ohne Unterbrechung fünf Jahre (alte EU-Staaten) bzw. zehn Jahre (neuere EU-Staaten) in der Schweiz gelebt hat.Hat man eine Niederlassungsbewilligung, darf man unbefristet in der Schweiz bleiben. Sie ist an keine weiteren Bedingungen geknüpft.

Drittstaaten: Eine Niederlassungsbewilligung bekommt man dann, wenn man ohne Unterbrechung zehn Jahre in der Schweiz gelebt hat. Hat man eine Niederlassungsbewilligung, darf man unbefristet in der Schweiz bleiben. Sie ist an keine weiteren Bedingungen geknüpft.

Asylrecht

Zudem gibt es verschiedene Aufenthaltsrechte für Asylsuchende.Ein Asylsuchender ist eine Person, welche aus einem anderen Land in die Schweiz kommt und in der Schweiz Schutz sucht. Dafür hat sie ein Asylgesuch gestellt. Im Asylverfahren wird geprüft, ob diese Person ein Flüchtling ist und in der Schweiz bleiben darf. Ein Flüchtling ist eine Person, die in ihrem Heimatstaat wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Meinung körperlich oder psychisch verletzt werden könnte oder in Lebensgefahr ist.

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