GewaltenteilungWer macht was?

Demokratie bedeutet auch, dass die Macht auf unterschiedliche Personen verteilt ist. In der Schweiz liegt nicht die
ganze Macht bei einer Person (bspw. einem Diktator): Die Macht ist aufgeteilt. Dies nennt man Gewaltenteilung. Jede der drei Staatsgewalten hat klar definierte Aufgaben. Keine Person darf gleichzeitig in mehreren dieser Gewalten vertreten sein.

  1. Die Legislative sind die Parlamente. Sie machen und entscheiden über Gesetze.
  2. Die Exekutive sind die Regierung und die dazugehörige Verwaltung. Sie führen Gesetze aus und setzen sie um.
  3. Die Judikative sind die Gerichte. Sie entscheiden in einem Streitfall darüber, wie ein Gesetz angewendet werden soll.

Parlament

Auch die Schweiz hat ein Parlament. Das Parlament macht Gesetze. Dieses besteht aus dem Ständerat und dem Nationalrat. Der Nationalrat hat 200 Mitglieder und vertritt das Volk. Der Ständerat hat 46 Mitglieder und vertritt die Kantone. Jeder Kanton hat je zwei Sitze und die sechs Halbkantone je einen Sitz. Beim Nationalrat sieht es jedoch anders aus. Je mehr Einwohner ein Kanton hat, desto mehr Sitze hat er auch im Nationalrat.

Bundesrat

Der Bundesrat ist die Regierung der Schweiz. Er setzt die Gesetze um und kann Gesetze vorschlagen. Der Bundesrat hat sieben Mitglieder (BundesrätInnen) und wird alle vier Jahre von der vereinigten Bundesversammlung gewählt.

JedeR BundesrätIn ist für die Leitung eines Departements wie zum Beispiel das Finanzdepartement zuständig. Der/die BundespräsidentIn wechselt jedes Jahr und wird jeweils für ein Jahr gewählt.

Bundesgericht

Das Bundesgericht in der Schweiz ist das höchste Gericht der Schweiz (Judikative). Es sorgt dafür, dass das eidgenössische Recht einheitlich angewendet wird und dass die Kantone die vom Bund gesetzten Schranken in ihren Tätigkeiten nicht überschreiten. Die Bundesversammlung wählt eine Bundesgerichtspräsidentin/einen Bundesgerichtspräsidenten und zwischen 35–45 BundesrichterInnen. Das Bundesgericht ist in Lausanne.

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