Energiestrategie 2050

21.5.2017 - Energiegesetz (EnG)

Ausgangslage

Die Art, wie Energie produziert und verbraucht wird, ändert sich momentan weltweit (z.B. neue Technologien). Um auf diese Veränderungen zu reagieren, will der Bund die Energiepolitik der Schweiz anpassen. Der Bund hat darum die Energiestrategie 2050 ausgearbeitet. Die Energiestrategie 2050 soll in mehreren Schritten umgesetzt werden. Das ParlamentParlament
Ein Parlament ist die gesetzgebende Gewalt (Legislative) in einem politischen System. Sie macht also die Gesetze. In der Schweiz besteht das Parlament aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Ständerat. Man spricht in der Schweiz von einem Milizparlaent, weil ParlamenterierInnen grundsätzlich noch einen anderen Beruf haben.    
hat einem ersten Schritt zur Umsetzung zugestimmt. Dagegen wurde das ReferendumReferendum
Ein fakultatives Referendum kann gegen jedes Bundesgesetz, gewisse Staatsverträge und gewisse Bundesbeschlüsse ergriffen werden. Damit ein Referendum zustande kommt, müssen innerhalb von 100 Tagen nach der Veröffentlichung 50 000 Unterschriften gesammelt werden. Wurden die Unterschriften gesammelt, so kommt es zu einer Volksabstimmung. Bei einem fakultativen Referendum braucht es nur ein einfaches Mehr, es muss also nur das Volk zustimmen.    
ergriffen. Deshalb stimmen wir nun darüber ab. 

Was würde sich ändern?

Den ersten Schritt zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 kann man in drei Bereiche aufteilen. 

1. Energieverbrauch senken
Um den Energieverbrauch zu senken, gibt es verschiedene Massnahmen. Unter anderem werden Hauseigentümer auch nach 2019 finanziell unterstützt, wenn sie ihre Gebäude so sanieren, dass sie weniger Energie verbrauchen. Dies ist beispielsweise durch eine bessere Isolierung möglich. Weiter gibt es zusätzliche Vorschriften für neue Fahrzeuge und Elektrogeräte. Diese sollen in Zukunft weniger Energie verbrauchen.

2. Erneuerbare EnergienErneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
stärker fördern

Erneuerbare EnergienErneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
werden aus Ressourcen erzeugt, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z.B. Wind) oder schnell wieder nachwachsen können (z.B. Holz). Nicht erneuerbare EnergienNicht erneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
werden dagegen aus Ressourcen erzeugt, die irgendwann aufgebraucht sind (z.B. Erdöl oder Uran). In Zukunft sollen durch finanzielle Anreize mehr erneuerbare Energienerneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
produziert werden.

3. Keine neuen Kernkraftwerke
In der Schweiz gibt es heute fünf Kernkraftwerke. Diese Kernkraftwerke sollen noch so lange in Betrieb sein, wie sie sicher sind. Jedoch dürfen keine neuen Kernkraftwerke mehr gebaut werden.

Um den ersten Schritt zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 zu finanzieren, wird unter anderem der Netzzuschlag erhöht. Den Netzzuschlag bezahlt man, wenn man Strom konsumiert. Heute beträgt der Netzzuschlag 1.5 Rappen pro Kilowattstunde (Einheit um den Verbrauch von Strom zu messen). Neu beträgt er 2.3 Rappen pro Kilowattstunde. Mit dieser Erhöhung des Netzzuschlages werden ungefähr 480 Millionen Franken mehr pro Jahr eingenommen. 

Argumente der Befürworter

  • Erneuerbare EnergienErneuerbare Energien
    Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
    stärken die Schweiz. Das Klima wird geschont und die Schweiz ist weniger von Ressourcen aus dem Ausland abhängig.
  • Dank der Massnahmen gibt es zusätzliche Arbeitsplätze. So schafft z.B. die Sanierung von Gebäuden Arbeitsplätze.
  • Durch die Erhöhung des Netzzuschlags bezahlt ein Haushalt mit vier Personen ungefähr 40 Franken mehr pro Jahr. Das ist verkraftbar.

Argumente der Gegner

  • Die Vorlage macht Energie unbezahlbar. Durch alle zusätzlichen Steuern und Kosten zahlt ein Haushalt mit vier Personen pro Jahr 3200 Franken mehr.
  • Mit neuen Verboten und mehr Bürokratie zwingt der Bund uns weniger Energie zu verbrauchen.
  • Wegen der höheren Steuern und Kosten müssen KonsumentInnen bei anderen Dingen sparen. Das schadet der Wirtschaft und gefährdet Arbeitsplätze.

Parlaments- und Regierungsmeinung

  • NationalratNationalrat
    Der Nationalrat ist neben dem Ständerat eine der zwei Kammern des Schweizer Parlaments (Legislative) und wird auch grosse Kammer genannt. Der Nationalrat hat 200 Mitglieder und vertritt das Volk. Je mehr Einwohner ein Kanton hat, desto mehr Sitze hat er auch im Nationalrat. Jeder Kanton hat aber mindestens einen Sitz. So hat der Kanton Zürich 35 Sitze, die Kantone Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Inerrhoden je nur einen Sitz. Die Mitglieder des Nationalrats werden NationalrätInnen genannt und werden alle vier Jahre vom Volk gewählt. Der Nationalrat hat die gleichen Rechte und Pflichten wie der Ständerat.    
    : Dafür (120 Ja, 72 Nein, 6 Enthaltungen)
  • StänderatStänderat
    Der Ständerat ist neben dem Nationalrat eine der zwei Kammern des Schweizer Parlaments (Legislative) und wird auch kleine Kammer genannt. Der Ständerat hat 46 Sitze und vertritt die Kantone. Jeder Kanton hat je zwei Sitze und die Sechs Halbkantone je einen Sitz. Die Mitglieder des Ständerats werden StänderätInnen genannt und werden alle vier Jahre gewählt. Durch den Ständerat kann jeder Kanton seine Interessen im Parlament vertreten. Der Ständerat und der Nationalrat haben die gleichen Rechte und Pflichten.    
    : Dafür (35 Ja, 6 Nein, 3 Enthaltungen)
  • BundesratBundesrat
    Der Bundesrat ist die Regierung(Exekutive)  der Schweiz. Der Bundesrat hat sieben Mitglieder (BundesrätInnen) und wird alle vier Jahre von der vereinigten Bundesversammlung gewählt. alle vier Jahre durch die vereinigte Bundesversammlung gewählt. JedeR BundesrätIn ist für die Leitung eines Departements zuständig. Der/die BundespräsidentIn wechselt jedes Jahr und wird jeweils für ein Jahr gewählt. Im Jahr 2017 ist Doris Leuthard Bundespräsidentin. Sie bleibt gleichzeitig Vorsteherin ihres Departements.
    : Dafür

Die Geschichte der Reform

In der Schweiz wurde 1946 die Förderung von Atomenergie beschlossen. Zu einer Änderung in der Energiestrategie kam es 2011 nach dem Kernkraftunfall in Fukushima (Japan). Ein Erdbeben beschädigte das Atomkraftwerk, wodurch es zur Kernschmelze kam. Bei einer Kernschmelze schmelzen die Brennstäbe, in denen das Uran gespaltet wird. Dadurch gelangt radioaktives Material in die Umwelt. BundesratBundesrat
Der Bundesrat ist die Regierung(Exekutive)  der Schweiz. Der Bundesrat hat sieben Mitglieder (BundesrätInnen) und wird alle vier Jahre von der vereinigten Bundesversammlung gewählt. alle vier Jahre durch die vereinigte Bundesversammlung gewählt. JedeR BundesrätIn ist für die Leitung eines Departements zuständig. Der/die BundespräsidentIn wechselt jedes Jahr und wird jeweils für ein Jahr gewählt. Im Jahr 2017 ist Doris Leuthard Bundespräsidentin. Sie bleibt gleichzeitig Vorsteherin ihres Departements.
und ParlamentParlament
Ein Parlament ist die gesetzgebende Gewalt (Legislative) in einem politischen System. Sie macht also die Gesetze. In der Schweiz besteht das Parlament aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Ständerat. Man spricht in der Schweiz von einem Milizparlaent, weil ParlamenterierInnen grundsätzlich noch einen anderen Beruf haben.    
haben nach dem Kernkraftunfall beschlossen, schrittweise aus der Kernenergie auszusteigen. Sie haben beschlossen, dass der Bau neuer Kernkraftwerke verboten werden soll.

Die EUEU
Die Europäische Union (EU) ist ein Zusammenschluss von 28 Staaten aus Europa.  Sie hat das Ziel die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten zu stärken. Die Schweiz ist kein Mitglied der EU, hat aber bilaterale Verträge (Abkommen) mit der EU abgeschlossen.    
und andere Staaten in Europa haben eine Änderung ihrer Energiestrategie beschlossen. Die Menschen sollen immer weniger Energie verbrauchen. Zusätzlich fördern diese Staaten erneuerbare Energienerneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
, was die Preise auf dem europäischen Energiemarkt beeinflusst. Das heisst, dass diese erneuerbare Energienerneuerbare Energien
Die Rohstoffe (auch Energieträger genannt), der nicht erneuerbaren Energien, sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Da der Vorrat dieser Rohstoffe irgendwann aufgebraucht ist, nennt man sie nicht erneuerbar. Aus ihnen kann unter anderem Benzin, Heizöl oder Atomstrom gemacht werden.Erneuerbare Energien werden hingegen mit Rohstoffen (Energieträgern) produziert, die praktisch unendlich zur Verfügung stehen (z. B. Sonne oder Wasser) oder die wieder nachwachsen (z. B. Holz).
weniger Kosten, als sie es ohne Unterstützung tun würden.

Um auf diese Entwicklungen zu reagieren hat das ParlamentParlament
Ein Parlament ist die gesetzgebende Gewalt (Legislative) in einem politischen System. Sie macht also die Gesetze. In der Schweiz besteht das Parlament aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Ständerat. Man spricht in der Schweiz von einem Milizparlaent, weil ParlamenterierInnen grundsätzlich noch einen anderen Beruf haben.    
die Energiestrategie 2050 beschlossen. Am 21 Mai stimmen wir über das erste Massnahmenpacket ab. Das zweite Massnahmenpaket wurde vom BundesratBundesrat
Der Bundesrat ist die Regierung(Exekutive)  der Schweiz. Der Bundesrat hat sieben Mitglieder (BundesrätInnen) und wird alle vier Jahre von der vereinigten Bundesversammlung gewählt. alle vier Jahre durch die vereinigte Bundesversammlung gewählt. JedeR BundesrätIn ist für die Leitung eines Departements zuständig. Der/die BundespräsidentIn wechselt jedes Jahr und wird jeweils für ein Jahr gewählt. Im Jahr 2017 ist Doris Leuthard Bundespräsidentin. Sie bleibt gleichzeitig Vorsteherin ihres Departements.
bereits ausgearbeitet und dem ParlamentParlament
Ein Parlament ist die gesetzgebende Gewalt (Legislative) in einem politischen System. Sie macht also die Gesetze. In der Schweiz besteht das Parlament aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Ständerat. Man spricht in der Schweiz von einem Milizparlaent, weil ParlamenterierInnen grundsätzlich noch einen anderen Beruf haben.    
übergeben.

Die Massnahmen im Überblick

1. Energiesparen und Energieeffizienz

Richtwerte
Im Gesetz wird festgelegt, wie viel Energie in der Schweiz bis in die Jahre 2020 und 2035 ungefähr verbraucht werden soll. An diesen sogenannten Richtwerten werden die einzelnen Massnahmen ausgerichtet.

Zielvorgaben für CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre. CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
Ausstoss von Fahrzeugen

Fährt man Auto, so stosst es CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre. CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
aus. CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre. CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
ist ein Treibhausgas (rot=Lexikon), das für den Klimawandel mitverantwortlich ist. Heute dürfen neue Autos, die in der Schweiz verkauft werden, höchstens 130 Gramm CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre. CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
pro gefahrenen Kilometer ausstossen. Mit der Energiestrategie 2050 wird dieser Wert gesenkt. Neue Autos, die in der Schweiz verkauft werden, dürfen neu höchstens 95 Gramm CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre. CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
pro gefahrenen Kilometer ausstossen. Zudem gibt es neu auch Regelungen für Lieferwagen und kleine Lastwagen: Sie dürfen höchstens 147 Gramm CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre. CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
pro gefahrenen Kilometer ausstossen.

Gebäudeprogramm für energetische Sanierungen
Rund 40 Prozent der Energie, die in der Schweiz verbraucht wird, verbrauchen wir im Gebäudebereich (z.B. durch das Heizen). Die Energiestrategie 2050 will darum den Energieverbrauch im Gebäudebereich senken.

Bereits seit 2010 gibt es von Bund und Kantonen das Gebäudeprogramm. Mit dem Gebäudeprogramm unterstützen der Bund und die KantoneKantone
Die Schweiz ist ein Bundesstaat, der aus 26 Kantonen besteht. Die Kantone sind in vielen Bereichen selbstständig und haben auch auf die Bundespolitik Einfluss. So gibt es z.B. das Ständemehr, den Ständerat oder die Standesinitiative.  
die Sanierung von Gebäuden. Baut ein Hausbesitzer sein Gebäude so um, dass weniger Energie verbraucht wird, erhält er vom Bund und von den Kantonen Geld für die Sanierung. Dieses Gebäudeprogramm ist bis ins Jahr 2019 befristet. Mit der Energiestrategie 2050 soll es das Gebäudeprogramm nach 2019 weiterhin geben. Finanziert wird es unter anderem durch die CO2CO2
Verschiedene Materialien wie Holz oder Erdgas enthalten Kohlenstoff. Werden diese Materialien verbrannt, entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses gelangt in die Erdatmosphäre. CO2 gehört zu den sogenannten Treibhausgasen. Treibhausgase fördern den Treibhauseffekt: Weil sie auf verschiedene Arten das Sonnenlicht reflektieren, erhöht sich die Temperatur auf der Erde. 
Abgabe.

Steuererleichterungen für energetische Gebäudesanierungen

Bauen Hausbesitzer ihr Haus so um, dass es weniger Energie braucht, so können sie einen Teil der Ausgaben dafür von ihren Steuern abziehen. Mit der Energiestrategie 2050 werden einzelne Details angepasst. Dabei ist das Ziel, dass es steuerlich attraktiver ist ein Gebäude auf einmal zu sanieren. Heute ist es steuerlich attraktiver mehrere kleinere Teilsanierungen durchzuführen.

Smart Metering
Smart meter sind digitale Messgeräte, um den Stromverbrauch in einem Haushalt zu messen. Heute wird der Stromverbrauch mit mechanischen Messgeräten erfasst. Durch die Digitalisierung wird genau gemessen wann, wo und wie viel Strom in einem Haushalt fliesst. Dadurch sollen die Effizienz erhöht und mehr Strom gespart werden können. Das Energiegesetz regelt dafür den Datenschutz.

Smart Grid
Ein smart grid ist ein Netzwerk von digitalen Messtechnologien, das die Energieproduktion und den Energieverbrauch in einer Gesellschaft misst. Die Informationen aus den smart-meter in den Haushalten werden mit Informationen aus der Energieproduktion verknüpft. Dadurch soll die Energienutzung optimiert werden. Der BundesratBundesrat
Der Bundesrat ist die Regierung(Exekutive)  der Schweiz. Der Bundesrat hat sieben Mitglieder (BundesrätInnen) und wird alle vier Jahre von der vereinigten Bundesversammlung gewählt. alle vier Jahre durch die vereinigte Bundesversammlung gewählt. JedeR BundesrätIn ist für die Leitung eines Departements zuständig. Der/die BundespräsidentIn wechselt jedes Jahr und wird jeweils für ein Jahr gewählt. Im Jahr 2017 ist Doris Leuthard Bundespräsidentin. Sie bleibt gleichzeitig Vorsteherin ihres Departements.
will mit Smart Grids die Kosten der Energiestrategie 2050 senken.

Massnahmen im Überblick

2. Erneuerbare Energien

Richtwerte
Im Gesetz wird festgelegt, wie viel Energie in der Schweiz bis in die Jahre 2020 und 2035 ungefähr verbraucht werden soll. An diesen sogenannten Richtwerten werden die einzelnen Massnahmen ausgerichtet.

Einspeisevergütungssystem für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien
Aus erneuerbaren Energien kann Strom produziert werden. Die Kosten für die Produktion dieses Stroms sind heute höher als der Preis, den man für diesen Strom bezahlt. Die Produzenten haben also höhere Ausgaben als Einnahmen. Der Bund unterstützt sie darum finanziell. Diese Unterstützung heisst Einspeisevergütung. Bereits heute gibt es diese Einspeisevergütung. Mit der Energiestrategie 2050 gibt es aber verschiedene Anpassungen, wie sie funktionieren soll. Zudem kann eine finanzielle Unterstützung nur noch die nächsten fünf Jahre beantragt werden.

Investitionsbeiträge für den Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien
Heute kann der Bund den Bau von kleinen Photovoltaik-Anlagen finanziell unterstützen. Neu kann der Bund auch grössere Photovoltaik-Anlagen finanziell unterstützen. Ebenfalls finanzielle Unterstützung ist für neue Wasserkraftwerke oder die Erneuerung von Wasserkraftwerken möglich. Diese finanziellen Unterstützungen gibt es höchstens bis ins Jahr 2030. Finanziert werden sie durch den Netzzuschlag.

Netzzuschlag
Wie viel Strom man braucht, kann man in Kilowattstunden (Kwh) messen (ähnlich wie man z.B. mit Kilo die Menge von Äpfel messen kann). Für jede Kilowattstunde Strom die man verbraucht, bezahlt man einen bestimmten Preis. In diesem Preis pro Kilowattstunde ist auch der sogenannte Netzzuschlag enthalten. Mit den Einnahmen aus dem Netzzuschlag bezahlt der Bund unter anderem die Förderung von erneuerbaren Energien. Heute bezahlt man 1.5 Rappen Netzzuschlag pro Kilowattstunde. Mit der Energiestrategie 2050 steigt er auf 2.3 Rappen pro Kilowattstunde. Unternehmen, die sehr viel Strom verbrauchen (z.B. für die Herstellung von Produkten), kann der Netzzuschlag zurückerstattet werden. Unter gewissen Bedingungen erhalten sie also das Geld, das sie mit dem Netzzuschlag bezahlt haben, zurück.

Nationales Interesse
Heute ist der Schutz von Natur und Landschaft ein nationales Interesse. Das bedeutet folgendes: Wehrt sich beispielsweise jemand vor einem Gericht gegen ein geplantes Kraftwerk, so muss das Gericht den Schutz von Natur und Landschaft als wichtigen Grund behandeln. Neu sollen auch die Nutzung und der Ausbau der erneuerbaren Energien nationales Interesse sein. Das Gericht muss neu also die Nutzung und den Ausbau der erneuerbaren Energien gleich wichtig nehmen wie den Schutz von Natur und Landschaft.

Raschere Bewilligungsverfahren
Will man in der Schweiz etwas bauen, so braucht man vom Staat eine Bewilligung. So auch dann, wenn man ein neues Kraftwerk bauen will. Neu soll das Bewilligungsverfahren für Kraftwerke, die Strom aus erneuerbaren Energien produziert, vereinfacht werden. So können solche Kraftwerke schneller gebaut werden.

Förderung des Eigenverbrauchs
Wer selbst Strom produziert, darf diesen auch selber verbrauchen. Netzbetreiber müssen einen allfälligen Überschuss abkaufen.
Neu werden auch Nachbarn und Mieter als ein gemeinsamer Produzent behandelt. So werden zum Beispiel Mieter, die zusammen Strom aus Sonnenenergie auf ihrem Dach produzieren, als ein gemeinsamer Produzent anerkannt. Der Besitzer eines Mehrfamilienhauses kann dann zum Beispiel die Energie, die produziert wird, an die Mieter verkaufen oder sie umsonst zur Verfügung stellen. 

Massnahmen im Überblick

3. Ausstieg aus der Kernenergie

Die Kernenergie ist eine Möglichkeit, um Strom zu produzieren. Der Strom wird in einem Kernkraftwerk produziert. Heute gibt es in der Schweiz fünf Atomkraftwerke. Nach einem Unfall in einem Kernkraftwerk in Fukushima (Japan), haben der BundesratBundesrat
Der Bundesrat ist die Regierung(Exekutive)  der Schweiz. Der Bundesrat hat sieben Mitglieder (BundesrätInnen) und wird alle vier Jahre von der vereinigten Bundesversammlung gewählt. alle vier Jahre durch die vereinigte Bundesversammlung gewählt. JedeR BundesrätIn ist für die Leitung eines Departements zuständig. Der/die BundespräsidentIn wechselt jedes Jahr und wird jeweils für ein Jahr gewählt. Im Jahr 2017 ist Doris Leuthard Bundespräsidentin. Sie bleibt gleichzeitig Vorsteherin ihres Departements.
und das ParlamentParlament
Ein Parlament ist die gesetzgebende Gewalt (Legislative) in einem politischen System. Sie macht also die Gesetze. In der Schweiz besteht das Parlament aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Ständerat. Man spricht in der Schweiz von einem Milizparlaent, weil ParlamenterierInnen grundsätzlich noch einen anderen Beruf haben.    
beschlossen, langfristig aus der Kernenergie auszusteigen. Der langfristige Ausstieg aus der Kernenergie ist auch Teil der Energiestrategie 2050.

Wird die Vorlage angenommen, so bleiben die bestehenden fünf Kernkraftwerke noch so lange in Betrieb, wie sie sicher sind. Jedoch dürfen keine neuen Kernkraftwerke mehr gebaut werden.

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